Mittwoch, 16. August 2017

Parker Pyne Investigates

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Die Kurz­ge­schich­ten­samm­lung „Par­ker Pyne In­ves­ti­gates“ von Aga­tha Chri­stie er­schien als Samm­lung 1934. Die einzelnen Geschichten wurden vorher schon veröffentlicht.
»One
Tth Case Of The Middle-aged Wife

“The Case of the Middle-Aged Wife” was first published as “The Woman Concerned” in Woman’s Pictorial, 8 October 1932.

Four grunts, an indignant voice asking why nobody could leave a hat alone, a slammed door, and Mr. Packing­ton had de­par­ted to catch the eight forty-five to the city. Mrs. Packing­ton sat on at the break­fast table. Her face was flushed, her lips were pursed, and the only rea­son she was not crying was that at the last minute an­ger had taken the place of grief. “I won’t stand it,” said Mrs. Packing­ton. “I won’t stand it!” She re­mained for some mo­ments broo­ding, and then mur­mured: “The minx. Nasty sly little cat! How George can be such a fool!”.…«
Inhalt:
Hier ver­wei­se ich auf den ent­spre­chen­den Ar­ti­kel in der dt. Wi­ki­pe­dia bzw. engl. Wikipedia.

Senf:
Bei den Kurz­ge­schich­ten han­delt es sich nicht so sehr um klas­si­sche Kri­mi­nal­fäl­le, die durch den Pro­ta­go­ni­sten auf­ge­klärt wer­den, son­dern es geht oft­mals um per­sön­liche Pro­ble­me, die durch das teil­wei­se stil­le Ein­grei­fen von Par­ker Pyne ge­löst wer­den.
Ja, die Kri­mi­nal­fäl­le, die Parker Pyne löst und die auch vor­kom­men, fal­len deut­lich hin­ter jene De­tek­tiv­ge­schich­ten zu­rück, die man von Aga­tha Chri­sti sonst kennt. Al­les in Al­lem sind sie den­noch le­sens­wert.

Chri­stie, Aga­tha: Parker Pyne Investigates. William Collins & Sons, London 1934.

Mittwoch, 22. März 2017

Hercule Poirot’s Christmas

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Der Kri­mi­nal­ro­man „Hercule Poirot’s Christmas“ von Aga­tha Chri­stie er­schnien erst­mals im De­zem­ber 1938 bei Collins Crime Club mit mit 256 Seiten in der Erstausgabe. Der Pro­ta­go­nist des Ro­mans ist Her­cule Poi­rot.
»Part 1. December 22nd
I
 
Stephen pulled up the collar of his coat as he walked brisk­ly along the plat­form. Over­head a dim fog clou­ded the sta­tion. Large en­gines hissed superb­ly, throw­ing off clouds of steam in­to the cold raw air. Every­thing was dir­ty and smoke-grimed.
Stephen thought with revulsion: ‘What a foul coun­try - what a foul city!’
His first ex­ci­ted reac­tion to Lon­don, its shops, its rest­au­rants, its well-dressed, attrac­tive wo­men, had fa­ded. He saw it now as a glit­te­ring rhine­stone set in a dingy sett­ing.…«
Inhalt:
Hier ver­wei­se ich auf den ent­spre­chen­den Ar­ti­kel in der Wi­ki­pe­dia.

Senf:
Ein schö­ner Kri­mi­nal­ro­ma­n von Aga­tha Chri­stie. Mehr muß man da­zu nicht sa­gen.

Chri­stie, Aga­tha: Hercule Poirot’s Christmas. Collins Crime Club 1927.

Samstag, 11. März 2017

Der grüne Bogenschütze

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Der Kriminalroman „Der grü­ne Bo­gen­schüt­ze“ von Edgar Wallace erschien bis heu­te in ver­schie­de­nen deutschen Übersetzung. Die er­ste deutschsprachige Ausgabe brachte 1928 der Leipziger Goldmann Verlag auf den Markt. Das englische Original mit dem Titel „The Green Archer“ war 1923 veröffentlicht worden. In­zwi­schen exi­stie­ren auch E-und Hör­bücher.
»1
Spike Hol­land schrieb das letzte Wort sei­nes Ar­ti­kels und zog zwei dicke Li­nien quer über die Sei­te, um da­mit den Schluß des Auf­satzes an­zu­deu­ten. Dann warf er sei­ne Fe­der wü­tend fort. Der Hal­ter blieb zit­ternd im Fen­ster­rah­men stecken.
»Kei­ne un­wür­di­ge Hand soll je­mals wie­der dies Schreib­in­stru­ment be­rüh­ren, das mei­ne phan­ta­sie­vol­len Ge­dan­ken zu Pa­pier brach­te«, sagte er zor­nig…«
Inhalt:
Hier ver­wei­se ich auf den ent­spre­chen­den Ar­ti­kel in der Wi­ki­pe­dia.

Senf:
Es ist ein span­nen­der und le­sens­wer­ter Kri­mi. Die­ser Kri­mi­nal­ro­man von Ed­gar Wal­lace wur­de 1960/61 von Ri­alto-Film mit Gerd Frö­be in der Rol­le des Abel Bell­amy ver­filmt. Wenn man den Film kennt – und wer kennt ihn nicht? – ist es schwer, das Buch zu le­sen oh­ne an Film­sze­nen er­in­nert zu wer­den. Man soll­te zwar nie ein Buch nach dem Film be­ur­tei­len, doch in die­sem Fall ist die­se Re­gel zu ver­nach­läs­si­gen, da so­wohl Buch als auch Film sehr gut sind, wenn­gleich die Hand­lung Un­ter­schie­de aufweist.

Ei­ne Aus­wahl deutsch­spra­chi­ger Aus­ga­ben fin­det sich im ver­link­ten Wi­ki­pe­dia-Ar­ti­kel.

Sonntag, 26. Februar 2017

John Flack

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Der Kriminalroman „John Flack“ von Edgar Wallace erschien in der deutschen Übersetzung von Fritz Pütsch 1928 im Goldmann Verlag. Ein Jahr zuvor war schon das englische Original mit dem Titel „Terror Keep“ veröffentlicht worden. Der Roman ist Teil der kurzen Serie von Romanen um Mr. J. G. Reeder, die von 1924 bis 1932 erschienen.
»Einleitung
Ehr­lich ge­sagt ist es un­ge­hö­rig, wenn nicht so­gar ge­setz­wid­rig, daß die we­ni­gen Per­so­nen, die das trau­ri­ge Vor­recht be­sit­zen, im Ir­ren­ge­fäng­nis von Broad­moor aus- und ein­ge­hen zu kön­nen, auf ir­gend­ei­nen auf­fal­len­den In­sas­sen be­son­ders auf­merk­sam ge­macht wer­den. Es war dann meis­tens je­mand, der sehr be­rüch­tigt ge­we­sen war, oder des­sen Ver­bre­chen das all­ge­mei­ne In­ter­es­se in höchs­ter Span­nung ge­hal­ten hat­ten, bis Ge­richt­särz­te und Ge­richts­hof ihn nach die­sem Plat­ze oh­ne Hoff­nung ver­bann­ten…«
Inhalt:
Der wahn­sin­ni­ge Ver­br­echer John Flack sitzt seit Jah­ren im Ir­ren­ge­fäng­nis von Brad­moor, nach­dem er von einem Ver­bre­cher­kol­le­gen ver­ra­ten und von Mr. J. G. Ree­der, dem De­tek­tiv des Ge­ne­ral­staats­an­walts, ver­haf­tet wur­de. Nun ge­lingt ihm die Flucht.
Die Mr. J. G. Ree­der na­he­ste­hen­de Miss Mar­ga­ret Bel­man nimmt eine Stel­lung als Se­kre­tä­rin bei dem selt­sa­men Mr. Da­ver an, der ei­ne klei­ne Pen­sion auf Lar­mes Keep be­treibt.
Auf Mr. J. G. Ree­der wird ein An­schlag ver­übt und auf Lar­mes Keep woh­nen ei­ni­ge selt­sa­me Gä­ste und An­ge­stell­te, die nicht al­le das sind, was sie zu sein vor­ge­ben.
Mr. J. G. Reeder quar­tiert sich selbst in Lar­mes Keep ein. Da ver­schwin­det plötz­lich Miss Bel­man.

Senf:
Es ist ein span­nen­der und le­sens­wer­ter Kri­mi. Da die­ser Kri­mi­nal­ro­man von Ed­gar Wal­lace mei­nes Wis­sens nicht ver­filmt wur­de, kann man den Ro­man le­sen, ohne daß ei­nem Film­sze­nen durch den Kopf ge­hen.

Wallace, Edgar: John Flack. / Pütsch, Fritz (Übers.). Leipzig 1928.

Montag, 6. Februar 2017

The Big Four

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„The Big Four“ ist ein Kri­mi­nal­ro­man von Aga­tha Chri­stie, aus dem Jah­re 1927. Der Pro­ta­go­nist des Ro­mans ist Her­cule Poi­rot.
»1. The Unexpected Quest

I have met people who en­joy a chan­nel cross­ing; men who can sit calmly in their deck-chairs and, on ar­rival, wait un­til the boat is moored, then gather their be­long­ings to­gether without fuss and dis­em­bark. Per­son­ally, I can never man­age this. From the mo­ment I get on board I feel that the time is too short to settle down to any­thing.
I move my suit­cases from one spot to an­other, and if I go down to the sa­loon for a meal. I bolt my food with an un­easy feel­ing that the boat may ar­rive un­ex­pec­tedly whilst I am be­low. Per­haps all this is merely a leg­acy from one's short leaves in the war, when it seemed a mat­ter of such im­port­ance to se­cure a place near the gang­way, and to be amongst the first to dis­em­bark lest one should waste pre­cious minutes of one's three or five days' leave…«

Inhalt:
Hier ver­wei­se ich auf den ent­spre­chen­den Ar­ti­kel in der Wi­ki­pe­dia.

Senf:
Was soll man zu Aga­tha Chri­sties Kri­mi­nal­ro­ma­nen groß schrei­ben? Sie sind ein­fach ein Muß für je­den Kri­mi­fan. Die­ser Kri­mi fällt et­was aus dem Rah­men, da es nicht nur da­rum geht, ei­nen Kri­mi­nal­fall auf­zu­klä­ren, son­dern meh­re­re, die al­le von ei­ner Or­ga­ni­sa­tion be­gan­gen wur­den.

Chri­stie, Aga­tha: The Big Four. London 1927.

Montag, 23. Januar 2017

Der rätselhafte Feind

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Der Krimi „Der schwar­ze Stern“ von Sven El­ve­stad er­schien 1937 in deut­scher Über­setz­ung im Auf­wärts-Ver­lag in Ber­lin als „Drei­ßig-Pfen­nig-Ro­man Nr. 64“. Die deut­sche Über­setz­ung des 1908 er­schien­en­en Ori­gi­nals „Den gat­fül­le fien­den“ fer­ti­gte Ger­trud Bau­er an. In­­zwi­schen ist das Buch über ver­schie­de­ne Ver­la­ge als ko­sten­lo­ses E-Book er­hält­lich. Da El­ve­stad be­reits 1934 starb, sind die Tex­te nach deut­schem Ur­he­ber­recht nicht mehr ge­schützt. Auch beim Gu­ten­berg Pro­jekt läßt sich der Ro­man finden.
»Ein merk­wür­di­ger Tag
„Liebst du sie wirk­lich?“ frag­te As­björn Krag und schau­te sei­nen Freund for­schend von der Sei­te an.
Ritt­meis­ter Ivar Rye fuhr hef­tig auf.
„Du kennst mich doch!“ rief er. „Ich bin kein Freund großer Wor­te, am we­nigs­ten, wo es sich um mei­ne ei­ge­nen Ge­füh­le han­delt. Wäh­rend mei­ner Rei­sen in Asi­en und Afri­ka ha­be ich ge­lernt, Ta­ten zu schät­zen und die großen, lee­ren Wor­te zu ver­ach­ten. Du weißt al­so, daß ich wirk­lich aus mei­nes Her­zens in­ners­ter Ue­ber­zeu­gung re­de, wenn ich sa­ge, ich lie­be sie.“
Rye trat ans Fens­ter und schau­te hin­aus. Die Bäu­me der Al­lee drau­ßen prang­ten im ers­ten fri­schen Grün des Mai­en.…«
Inhalt:
Der Kri­mi­na­list As­­bjørn Krag ver­sucht sei­nem Freund, dem Ritt­mei­ster Ivar Rye zu hel­fen. Die­ser steht im Ver­dacht , ver­sucht zu ha­ben, sei­nen zu­künf­ti­gen Schwie­ger­va­ter zu tö­ten. As­­bjørn Krag ist je­doch von der Un­schuld des Ritt­mei­sters über­zeugt
Recht bald hat As­­bjørn Krag einen anderen Verdächtigen ausgemacht. Als jedoch dieser bei einem ganz ähnlichen Anschlag stirbt, erscheint der Fall immer verworrener.

Senf:
Den Fall, den As­­bjørn Krag dies­mal zu lö­sen ist, er­scheint ziem­lich ver­wir­rend. Das En­de ist zwar zu er­ahnen aber nicht klar vor­her­zu­sehen. Die letz­ten In­for­ma­tio­nen wer­den bis zum Schluß zu­rück­ge­hal­ten und blei­ben dem Le­ser ver­bor­gen.
Wer gerne Krimis mag, bei de­nen der De­tek­tiv am En­de al­les un­ter Be­rück­sich­ti­gung von neu­en In­for­ma­tio­nen, die bis­her nicht er­wähnt wur­den, auf­löst, wird hier gut be­dient.
Fazit: mit Ein­schrän­kung le­sens­wert.

Elvestad, Sven: Der rät­sel­haf­te Feind. / Bau­er, Ger­trud (Übers.). Berlin : Aufwärts 1937.
Drei­ßig-Pfen­nig-Ro­man Nr. 64.

Dienstag, 17. Januar 2017

Der schwarze Stern

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Der Krimi „Der schwar­ze Stern“ von Sven El­ve­stad er­schien 1921 in deut­scher Über­setz­ung im Ullstein-Ver­lag in Ber­lin. Die deut­sche Über­setz­ung des 1908 er­schien­en­en Ori­gi­nals „Den sorte stjerne“ fer­ti­gte Ju­lia Kop­pel an. In­­zwi­schen ist das Buch über ver­schie­de­ne Ver­la­ge als ko­sten­lo­ses E-Book er­hält­lich. Da El­ve­stad be­reits 1934 starb, sind die Tex­te nach deut­schem Ur­he­ber­recht nicht mehr ge­schützt. Auch beim Gu­ten­berg Pro­jekt läßt sich der Ro­man finden.
»Die Ver­haf­tung
Was As­björn Krag in der großen Stadt am meis­ten in­ter­es­sier­te, hat­te er zum größ­ten Tei­le ge­se­hen. Schon gleich nach sei­ner An­kunft war er mit den Mit­glie­dern des nor­we­gi­schen Ge­ne­ral­kon­su­lats zu­sam­men­ge­trof­fen, die ihn durch Kunst­samm­lun­gen und Ge­mäl­de­ga­le­ri­en füh­ren woll­ten. Dar­um war ihm aber nicht zu tun. Mit größ­tem In­ter­es­se stu­dier­te er da­ge­gen al­les, was mit dem Po­li­zei- oder Ge­fäng­nis­we­sen zu tun hat­te. Er such­te Ver­bin­dun­gen in­ner­halb das De­tek­tiv­korps an­zu­knüp­fen, wo er sich auch meh­re­re gu­te Freun­de er­warb. Gar man­che Nacht ver­brach­te er im Bü­ro der Kri­mi­nal­po­li­zei, war bei Ver­haf­tun­gen zu­ge­gen, nahm an den Streif­zü­gen durch die be­rüch­tig­ten Ver­bre­cher­knei­pen der Stadt teil, pa­trouil­lier­te mit den Po­li­zis­ten durch die dun­kels­ten und un­heim­lichs­ten Vier­tel und durch­streif­te die Ge­fäng­nis­se.…«
Inhalt:
Der Kri­mi­na­list As­­bjørn Krag be­sucht Ame­ri­ka. Dort ver­hilft er ei­nem nor­we­gi­schen Lands­mann, zur Flucht aus dem Ge­fäng­nis. Als es scheint, die Flucht sei miß­lun­gen, reist As­­bjørn Krag wie­der ab nach Nor­we­gen.
Die Flucht war je­doch nicht gänz­lich miß­lun­gen. Der Ge­fan­ge­ne konn­te le­dig­lich die Flucht nicht be­enden und be­findet sich auf dem Dach des Ge­fäng­nis­ses. Er ver­hilft ei­nem zum To­de Ver­ur­teil­ten eben­falls zur Flucht bis aufs Dach. Nun sit­zen die bei­den dort fest.

Senf:
Ein kur­zer Kri­mi, der sich schön von den üb­li­chen Kri­mis mit ih­rer Ver­bre­cher­jagd ab­hebt. Das En­de ist wie­der ein­mal recht über­ra­schend.
Elvestad läßt den Le­ser teil­ha­ben an der Hand­lung der ein­zel­nen Per­so­nen und den Ge­dan­ken ei­ner der Haupt­per­so­nen. Hin­zu kom­men de­tail­rei­che Be­schrei­bun­gen der Ört­lichkeiten und wie die bei­den Leu­te auf dem Dach hau­sen und es sich „ge­müt­lich“ machen.
Fazit: lesenswert.

Elvestad, Sven: Der schwar­ze Stern. / Kop­pel, Ju­lia (Übers.). Berlin : Ull­stein 1921.